Baukindergeld: Familien im Osten und in Teilen Bayerns profitieren, der Rest kaum

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Nürnberg (ots) – Das Baukindergeld bringt in den meisten Regionen Deutschlands nur geringe Erleichterung für Familien, hauptsächlich im Osten und nordöstlichen Bayern profitieren Immobilienkäufer – das zeigt eine Analyse von immowelt.de / Die niedrigste Quote verzeichnet der Landkreis Starnberg (2,6 Prozent), gefolgt von Hamburg (2,7 Prozent) und dem Landkreis Main-Taunus-Kreis (2,8 Prozent) / Baukindergeld Plus in Bayern: In München werden 4,4 Prozent übernommen, im Landkreis Hof 29,1 Prozent Ab 18. September können Familien das von der Bundesregierung beschlossene Baukindergeld beantragen. Wie stark der Effekt beim Immobilienkauf ist, unterscheidet sich stark nach Region. Am meisten profitieren Familien in den ostdeutschen Bundesländern und in strukturschwachen Regionen wie etwa im nordöstlichen Bayern. Für Käufer in angespannten Wohnungsmärkten, ob urbane Zentren oder ländliches Umland, ist die Wirkung gering. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt.de, für die der Anteil des Baukindergeldes am Kaufpreis inklusive Nebenkosten in allen deutschen Stadt- und Landkreisen berechnet wurde. Demnach kostet in Hamburg eine familientaugliche Wohnung (mindestens 4 Zimmer, ab 80 Quadratmeter) inklusive aller Kaufnebenkosten im Median 442.265 Euro. Das Baukindergeld für eine Familie mit einem Kind beträgt über 10 Jahre 12.000 Euro oder anders ausgedrückt 2,7 Prozent des Kaufpreises. Damit lassen sich nicht einmal ansatzweise die Kaufnebenkosten decken. Hinzu kommt, dass diese direkt nach dem Kauf anfallen, die Förderung aber auf 10 Jahre angelegt ist. Einen vergleichbar niedrigen Effekt hat der Zuschuss auch in Frankfurt. In der Mainmetropole werden 3,0 Prozent übernommen. In den umliegenden Landkreisen wie dem Main-Taunus-Kreis (2,8 Prozent) oder Hochtaunuskreis (3,0 Prozent) ist der Effekt ähnlich oder sogar geringer. Auch in Düsseldorf (3,4 Prozent), Stuttgart (3,5 Prozent) und Berlin (3,8 Prozent) ist die Förderung eher ein Tropfen auf den heißen Stein. “In Ballungsräumen mit hoher Nachfrage und geringem Angebot haben sich die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren so stark verteuert, dass das Baukindergeld kaum Wirkung zeigen wird”, sagt Immowelt-CEO Carsten Schlabritz. “Durch das Baukindergeld wird sich die Eigentumsquote nicht wesentlich verändern – besonders in angespannten Wohnungsmärkten ist der Effekt zu gering”, erklärt Carsten Schlabritz. Dabei ist nicht nur in den größten deutschen Städten und ihrem Speckgürtel die Wirksamkeit gering – auch in hochpreisigen Studentenstädten wie Wiesbaden (3,1 Prozent), Darmstadt (3,2 Prozent) oder Karlsruhe (3,4 Prozent) bekommen Familien mit einem Kind nur einen geringen Anteil des Kaufpreises als Förderung. Mehr Zuschüsse in Bayern Für Familien in Bayern ist der Immobilienkauf besonders in den angespannten Wohnungsmärkten mit hohen Preisen nur schwer zu realisieren. Allerdings unterstützt die Bayerische Staatsregierung seit 1. September Familien mit weiteren Fördergeldern. Mit dem Baukindergeld Plus erhöht der Freistaat Bayern das Baukindergeld des Bundes von 1.200 Euro pro Kind und Jahr über einen Zeitraum von 10 Jahren um zusätzlich 300 Euro pro Kind und Jahr. Zudem kann beim Kauf eine von Kindern unabhängige Eigenheimzulage in Höhe von einmalig 10.000 Euro beantragt werden, womit bereits die Kaufnebenkosten zum Teil finanziert werden können. Addiert bekommen Familien somit 25.000 Euro Unterstützung. Doch selbst damit ist die Förde

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