Buchstabe b – wie Bonität

Abkürzungen aus dem Kredit – und Finanzwesen

Buchstabe b

im Allgemeinen Kreditwürdigkeit oder Bonität ist in der Finanzwirtschaft die Fähigkeit einer natürlichen Person, Unternehmen oder Staaten, die aufgenommenen Schulden zurückzahlen zu können und der Wille die auch zurückzuzahlen. Es ist auch die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer in der Lage ist seine Schulden zu begleichen.

 

  • Allgemeines

Die Bonität beinhaltet regelmäßig 2 Kriterien, von denen die Rückzahlungsfähigkeit abhängt. Bei der persönlichen Kreditwüdigkeit wird die persönliche Zuverlässigkeit und Zahlungswilligkeit bewertet. Hier spielen die beruflichen und fachlichen Aspekte eine große Rolle. Bei der wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit geht es um die wirtschaftlichen Fähigkeiten in der Vergangenheit und in der Zukunft. Hierzu kann man z.B: Einkommensnachweise oder Bilanzen zu Rate ziehen.

Bonität

Kreditinstitute müssen ihre Kreditrisiken professionell einschätzen und analysieren können. Deshalb wurden bestimmte Verfahren entwickelt, die sich mit der Entwicklung und der Einstufung der Bonität auseinandersetzen. Es gibt auch sogenannte Ratingagenturen die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und die Schuldner dann mit bestimmten Ratings kostenlos ausstatten, zB: Deutschland AAA+.

  • Bonitätsprüfung

Informationen zur Prüfung der Bonität eines Privaten Schuldners oder ein Unternehmen finden wir in zahlreichen Quellen. Für eine zuverlässige Prüfung sollte man bei der Höhe des Ausfallrisikos entsprechend variieren. Je höher das Risiko desto höher sollte die Prüfung ausfallen.

  • Einstufung der Bonität

Es gibt keine einheitlichen Kriterien für alle Schuldner. Jeder Schuldner erfüllt nämlich aufgrund seiner individuellen wirtschaftlichen Situation alle Bonitätskriterien mehr oder weniger, sodass letztlich eine individuell abgestufte Bonität das Ergebnis ist. Die Abstufungen werden entweder in Scores oder in Ratings ausgedrückt, die von sehr gut bis gerade noch vertretbar gelten. 

Was heißt das im Klartext: Je besser die Scores, desto weniger ist das Ausfallrisiko (Kredit wird nicht zurückbezahlt). Im umgekehrten Sinn je schlechter die Ratings desto eher kann es passieren, dass die Schulden nicht zurückgezahlt werden können.

  • Die wichtigsten Ratingagenturen sind:
Name:
Weltmarktanteil in %
Moody´s40
Standard & Poor´s40
Fitch15

Für private Kredite kann man z.B: folgende Seite verwenden.

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  • Bonitätskriterien

Die Gewichtung und Festlegung für die Kriterien der Bonität ist jedem freigestellt. Es wird dabei nach den Bedürfnissen, der Art des Schuldners unterschiedliche Kriterien und Gewichtungen zu Grunde gelegt. Ebenso wird den Kreditinstituten nicht zwingend vorgeschrieben, wie sie sich bei der rating oder Score Vergabe verhalten müssen. Bei den obengenannten großen Ratingagenturen wie Moody´s oder Fitch werden die Kriterien sowieso nicht offen gelegt. Allgemein können jedoch folgende Mindest-Kriterien genannt werden, die sich in rechtliche, personelle und wirtschaftliche Faktoren systematisieren lassen:

  •  Bei natürlichen Personen:
Angaben über bisherige Kreditabwicklungen, Einkommenssituation (Höhe, Arbeitgeber, Sicherheit des Arbeitsplatzes), Ausgabensituation (Miete, Kreditrückzahlungen), Vermögenssituation (vorhandene Vermögensbestandteile), Schuldensituation (Kredite, übernommene Haftungen); Güterstand.
  • Bei Unternehmen:
Allgemeine Angaben aus Bankauskunft, Wirtschaftsauskunftei; Rechtsform und Unternehmenssatzung; aus dem Jahresabschluss: Eigenkapitalquote, verfügbarer Cashflow (Cash-Flow-Berechnung), Cash-Flow in Prozent des Umsatzes, Gewinn- oder Verlustsituation, Qualität des Managements, Unternehmensplanung, Investitionspolitik, Vermögens- und Schuldensituation. Die Bank-Verschuldung im Bereich der Millionenkredite kann über die Evidenzzentrale der Bundesbank ermittelt werden.

Je nach Bedeutung eines Kriteriums kann dieses gegenüber anderen Kriterien durch eine höhere Gewichtung stärkeren Einfluss auf das Ratingergebnis erhalten.

  • BAB

Betriebsabrechnungsbogen

  • BAFin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt u. Bonn

  • BAKred

ehemaliges Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. Seit Mai 2002 in die BAFin integriert

  • Balanced Scorecard

Controllingsystem mit vier Kennzahlenperspektiven: Finanz – , Prozeß – , Kunden – und Mitarbeiterperspektive. Dabei sollen sich finanzielle und nicht – finanzielle Meßgrößen ergänzen. Im Mittelpunkt der Perspektiven stehen Vision und Strategie. Deren Umsetzung erfolgt u.a. mit Hilfe des “ZAK” – Prinzips: “Ziele – Aktionen – Kennzahlen”.

  • Bankenaufsicht

Der BAFin obliegt in Deutschland seit dem 1. Mai 2002 die Solvenzaufsicht über alle Kreditinstitute. Grundlage ist das KWG neben einigen Spezialgesetzen wie zum Beispiel das Bausparkassengesetz.

  • Barkapitalwertmethode

Methode der dynamischen Investitionsrechnung

  • Barwert

Anfangskapital co; aus dem Endkapital cn durch Abzinsen mit dem Diskontierungsfaktor (1+i)n erhaltener Kapitalwert

  • Basel I

Internationales Regelwerk für die Bankenaufsicht, erarbeitet von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel im Jahre 1988. Danach müssen Banken sämtliche Kredite ungeachtet des einzelnen Kreditrisikos stets zu 8 % mit haftendem Eigenkapital bei hinterlegen.

  • Basel II

Vorschlag für ein neues Regelwerk für die internationale Bankenaufsicht, ausgearbeitet von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Danach sollen ab 2006 Banken ihre Kreditkonditionen dem zuvor ermittelten Kreditrisiko individuell anpassen.

  • Basler Akkord

Internationales Regelwerk für die Bankenaufsicht, gemeint ist Basel I bzw. Basel II (ab 2006 in Kraft).

  • BDE

Betriebsdatenerfassung im Rahmen eines PPS Systems

  • Belegarten

Eigenbelege – Fremdbelege, Ein – und Ausgangsbelege, Einzel – und Sammelbelege. Für die KoRe gibt es u.a. folgende interne Belege: Produktionsmeldungen, Material – bzw. Lagerentnahmescheine, Stundenaufschreibungen, Fahrtenbücher usw.

  • Belege

Belege dienen der Buchung von Geschäftsvorfällen in der Finanzbuchhaltung. Ihre Aufbewahrung und Nutzung ist gesetzlich vorgeschrieben. Belege der Kostenrechnung sind nicht gesetzlich vorgeschrieben und werden vom Unternehmen nur intern genutzt.

  • Bestandserhöhung bzw. – verminderung

GuV Posten nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 (1) HGB; bezieht sich auf die Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen. Das sind Produkte, die bereits produziert, jedoch noch keinen Käufer gefunden haben.

  • Best – Case

Bester angenommener Fall in einem Szenario

  • Beta – Faktor

gibt die Beziehung der Kursentwicklung einer Aktie relativ zu einem Index (z.B: DAX ) an. Er ist eine Kennzahl über die Sensitivität d.h. die Empfindlichkeit einer Aktie relativ zum gewählten Index.

  • Betriebliche Steuern

Man unterscheidet Verbrauchs – , Verkehrs – , Substanz – sowie Einkommens – und Ertragssteuern. Letztere sind vom betrieblichen Erfolg (Gewinn) abhängig. Die übrigen werden nach anderen Kriterien bemessen. Bis auf die Einkommens – und Körperschaftssteuer können alle anderen Steuern in die Kostenrechnung einbezogen werden.

  • Betriebsabrechnungsbogen

ist eine Tabelle, die die Kostenarten – mit der Kostenstellenrechnung verbindet. Er dient u.a. der Verrechnung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen sowie der Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge für die Kostenträgerrechnung.

  • Betriebsergebnis aus der Kosten – und Leistungsrechnung

Umsatzerlöse (Leistungen) – Kosten = Betriebsergebnis

  • Betriebsergebnis aus der GuV

Umsatzerlöse – Gesamtkosten +/ – Bestandsveränderungen = Betriebsergebnis

  • Betriebsmittelkredit

Kontokorrentkredit zur Finanzierung von Waren – und Rohstoffkäufen sowie der Zielgewährung an Debitoren

  • Betriebsprüfung

Außenprüfung des Finanzamtes gemäß §§ 193 – 207 AO sowie der Betriebsprüfungsordnung (BpO). Ebenso Außenprüfung durch die Rentenversicherung sowie Arbeitsamt.

  • BGA – Betriebs – und Geschäftsausstattung

gehört zum Anlagevermögen

  • Bilanz

Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva, also von Vermögen und Schulden zum Ende eines Geschäftsjahres. Daraus läßt sich der Vermögensstand ableiten. Grundlage ist u.a. ein Inventarverzeichnis, das bei der Inventur erstellt wurde.

  • Bilanzänderungen

sind nach EStG und EStR grundsätzlich möglich

  • BIZ

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, arbeitet am “Baseler Akkord”

  • Bonds

Rentenpapiere, festverzinsliche Wertpapiere

  • Box – Jenkins

Statistisches Verfahren, das Vergangenheitskorrelationen von Daten in die Zukunft extrapoliert.

  • BP

Betriebsprüfung

  • BSC

Balaance Score Ad

  • Buchwert

Vermögens – und Schuldteile in der Bilanz bewertet nach den Anschaffungs – bzw. Herstellungskosten und korrigiert um Abschreibung und Zuschreibung entsprechend den Vorschriften. Der Buchwert kann mit dem Zeitwert übereinstimmen, wenn die Korrekturen z.B. Abschreibungen dem tatsächlichen Verschleiß entsprechen. Auch “Restwert” genannt.

  • Budget

ein Maßnahmenplan ausgedrückt in Zahlen, der die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben einer Organisationseinheit in einer Zeitperiode darstellt. Dient der Planung, Koordination, Motivation und Kontrolle

  • Business Plan

s. Geschäftsplan

  • BWA

Betriebswirtschaftliche Auswertung

 

Quelle: Wikipedia

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