Export nach Nordafrika: Weiterhin hohe Zahlungsrisiken für Lieferanten

Der aktuelle Industries Performance Outlook von Atradius für den Mittleren Osten und Nordafrika. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/52329 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/Atradius”

Köln (ots) – Geschäfte mit nordafrikanischen Unternehmen bleiben für Exporteure mit hohen Forderungsrisiken verbunden. Das zeigt der aktuelle Country Report von Atradius für die Region Mittlerer Osten und Nordafrika. So birgt der Handel mit Firmen in Ägypten, Algerien und Tunesien neben wirtschaftlichen Unsicherheiten vor allem hohe politische Risiken für Lieferanten und Dienstleister. Bei Geschäften mit Unternehmen in Marokko, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind die politischen Risiken vergleichsweise gering. Jedoch lauern auch hier in vielen Branchen hohe Zahlungsausfallrisiken. “Die anhaltend hohen Forderungsrisiken in Nordafrika betreffen zahlreiche deutsche Unternehmen”, sagt Dr. Thomas Langen, Senior Regional Director Deutschland, Mittel- und Osteuropa von Atradius. “Produkte ‘Made in Germany’ haben einen sehr guten Ruf in der Region. Allerdings hat sich die politische und wirtschaftliche Risikolage in vielen Ländern des Maghreb in den vergangenen Jahren leider nicht verbessert. Die Gefahr, im Exportgeschäft einen Zahlungsausfall zu erleiden, ist daher nach wie vor beträchtlich.” Währungsabwertung belastet Ägyptens Wirtschaft Ägypten befindet sich in einer ökonomisch schwierigen Phase. Ende 2016 hat die Regierung einem Hilfspaket des Internationalen Währungsfonds in Höhe von zwölf Milliarden US-Dollar zugestimmt. Voraussetzung hierfür war unter anderem die Flexibilisierung des eigenen Wechselkurses. In der Folge hat die Währung massiv an Wert verloren. Das ist gut für Exporteure, belastet jedoch importierende Unternehmen und deren Liquidität. Zudem hemmen die hohe Inflation sowie Subventionskürzungen den privaten Konsum. Auch im Bankensektor bestehen aufgrund des hohen Volumens staatlicher Kredite Unsicherheiten. Hinzu kommen die weiterhin schwelenden politischen Konflikte im Land. Atradius schätzt das politische Risiko Ägyptens daher derzeit moderat bis hoch ein. Bei Abnehmern aus den Branchen Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie Papier sind die Zahlungsrisiken am höchsten. Algerien: Hohe Abhängigkeit von Öl und Gas Algerien ist bei seinen Exporteinnahmen zu 95 % und bei seinen Staatseinnahmen zu 60 % von seinen Einnahmen aus Öl- und Gasvorkommen abhängig. Um den Ölpreisverfall in den Jahren 2015/2016 auszugleichen, hat die Regierung die Mittel aus dem staatlichen Öl-Fonds nahezu aufgebraucht. Vor diesem Hintergrund wird für Algerien – trotz der Erholung der Ölpreise – 2018 nur ein geringes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts prognostiziert. Die Regierung kommt mit ihren Bemühungen, die Wirtschaft zu diversifizieren, nur schleppend voran. Von den untersuchten Branchen ist mittelfristig nur der Ausblick für den Öl- und Gasbereich positiv, in allen anderen Sektoren bestehen beträchtliche Risiken für Forderungsausfälle. Die innere Sicherheitslage gilt als verhältnismäßig stabil, allerdings steigen die Risiken sozialer Unruhen aufgrund von Vetternwirtschaft, hoher

Bilder in diesem Artikel werden von uns gespeichert um das Leseverhalten für den User zu verschönern. Diese Bilder sind aber eventuell urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos und die Quelle der Bilder dazu, entnehmen sie dem Original Artikel. Wir übernehmen für die Richtigkeit der Bilder und Texte keine Haftung  » Zum ausführlichen Original Artikel gelangst du hier:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Bitte bestätigen!!

Ja, Ich stimme zu.