Indien will Blockchain-Entwicklung beschleunigen

Am 11. Oktober eröffnete das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, kurz WEF) das Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution in Indien. Dies soll unter anderem die Entwicklung der Blockchain-Technologie in Indien beschleunigen. Damit verspricht sich der indische Premierminister Narendra Modi, mehr Möglichkeiten im Land zu schaffen.Das Weltwirtschaftsforum wurde 1971 von Klaus Schwab in der Schweiz gegründet. Es organisiert jährliche Treffen von international führenden Wirtschaftsexperten, Politikern, Intellektuellen und Journalisten, bei denen aktuelle globale Fragen diskutiert werden. Zudem gibt das Forum regelmäßig Forschungsberichte heraus. Wie das WEF am 11. Oktober berichtete, hat es in Indien das Zentrum für die Vierte Industrielle Revolution eröffnet. Zuvor wurden bereits ähnliche Zentren in San Francisco, Tokio und Peking errichtet. Mit dem Zentrum, dessen Sitz in Maharastra liegt, will sich nun auch die indische Regierung besser für die Entwicklung neuer Technologien rüsten.Rahmenbedingungen fü

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Mehr als nur Kryptowährungen: Transaktionen und Smart Contracts (Teil 2)

Seit Vitalik Buterin Ethereum entwickelt hat, sind Smart Contracts aus dem Blockchain-Ökosystem nicht mehr wegzudenken. Doch was steckt hinter den „schlauen Verträgen“? In fünf Teilen erkundet Ingo Rammer für uns die Implikationen der Technologie. Heute: Transaktionen und Smart Contracts.Teil 1: Smart Contracts: Heilsbringer oder bessere Datenbank?Transaktionen und Smart ContractsIm Fallbeispiel der Rufnummernzuordnung können auf Seite der Smart Contracts (in einer sehr stark vereinfachten Sichtweise) drei Arten von Transaktionen identifiziert werden:Die Bundesnetzagentur führt für eine erstmalig vergebene Telefonnummer eine initiale Zuordnung zu einem Anbieter durch.Im Zuge einer Portierung fordert der neue Mobilfunkbetreiber vom bisherigen Anbieter eine Übertragung einer Nummer zu sich an.Der bisherige Mobilfunkbetreiber bestätigt nach Information und Rückbestätigung durch den Vertragsnehmer die Portierung einer Nummer zum neuen Anbieter oder lehnt sie ab.Um diesen Prozess klassisch mit einer replizierten Datenbank zu lösen, würde der Betreiber der Datenbank typischerweise die Lese- und Schreiblogik trenn

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Token Fail: Forbes-Partner scheitert an ICO

Wie gewonnen, so zeronnen: Am 9. Oktober erst verkündete Matt Coolidge, Mitbegründer der Journalismus-Blockchain Civil, stolz die mit Forbes beschlossene Kooperation. Die Zusammenarbeit sei ein „Meilenstein für den blockchainbasierten Journalismus“, frohlockte Coolidge seinerzeit auf Medium. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. Wie Firmen-Gründer Matthew Iles auf seinem Medium-Blog bekannt gab, ist das Initial Coin Offering (ICO) für den CVL-Token gescheitert. Die Journalismus-Blockchain Civil hat einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Das Initial Coin Offering (ICO) des plattformeigenen CVL-Token ist am 15. Oktober ausgelaufen, ohn

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Smart Contracts – Heilsbringer oder bessere Datenbank-Trigger? (Teil 1)

Seit Vitalik Buterin Ethereum entwickelt hat, sind Smart Contracts aus dem Blockchain-Ökosystem nicht mehr wegzudenken. Doch was steckt hinter den „schlauen Verträgen“? In fünf Teilen erkundet Ingo Rammer für uns die Implikationen der Technologie. Heute: Der technische Hintergrund von Smart Contracts.Zum technischen Hintergrund von Smart ContractsWer sich in den letzten Monaten im Businessumfeld von Blockchains umgehört hat, der weiß Bescheid: Smart Contracts sind nahezu magische Problemlöser, von der automatisierten Abrechnung von Solarstrom und anderen Güterlieferungen bis hin zum selbstständigen Auslösen von Vertragsstrafzahlungen in eng überwachten Bereichen wie den vereinbarten Höchsttemperaturen einer Kühlkette. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielseitig, scheinen sogar endlos. Doch was davon stimmt und was ist Hype? Und vor allem: Was steckt technisch wirklich dahinter?Um die Rolle von Smart Contracts zu verstehen, ist es wichtig, dass wir uns zuerst kurz vor Augen führen, was eine Blockchain eigentlich ist. Auf der untersten inhaltlichen Ebene handelt es sich um eine Liste signierter Aussage

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Prä-Bitcoin: Die erste Blockchain der Welt

Bitcoin: Der Ursprung aller Blockchains? Auch wenn es gerne angenommen wird: So ganz stimmt das nicht. Bitcoin brachte die Blockchain-Technologie zwar zu einiger Bekanntheit. Doch die ersten Blockchains gab es bereits früher.Die Blockchain-Technologie gelangte erst mit der wachsenden Popularität von Bitcoin zur (freilich noch ausbaufähigen) Prominenz. Doch die Idee einer „Kette“ von Transaktionsblöcken, die kryptografisch abgesichert und dezentral ist, ist älter als die Mutter der Kryptowährungen. Blockchain-Pioniere Stuart Haber und Scott Stornetta Bereits 1991 betrieben die beiden Forscher Stuart Haber und W. Scott Stornetta Grundlagenforschung zur kryptographischen Verkettung einzelner Transaktionsblöcke. Das war 17 Jahre vor Veröffentlichung des Bitcoin White Papers durch Satoshi Nakomoto. In ihrer Arbeit „How to time-stamp a digital document“ befassten sie sich mit dem Problem der Urheberschaft im Zeitalter der Digitalisierung:  „Die Aussicht auf eine Welt, in der alle Text-, Audio-, Bild- und Videodokumente in digitaler Form auf leicht veränderbaren Medien vorliegen, wirft die Frage auf, wie man bestätigen kann, wann ein Dokument erstellt oder zuletzt geändert wurde. Das Problem ist, dass die Daten und nicht das Medium mit einem Zeitstempel versehen werden müssen“, heißt es in dem Abstract der Arbeit. Der digitale FingerabdruckIn ihrer Einleitung machen Haber und Stornetta ihren Lösungsan

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Adaption: Forbes testet Blockchain-Plattform Civil

Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Forbes will künftig auf die Blockchain-Technologie setzen. Forbes wird damit zum ersten großen Medienunternehmen, das von der „Journalismus-Blockchain“ Civil gebraucht macht.Obwohl die Blockchain häufig noch in den vielbeschworenen Kinderschuhen steckt, häufen sich die Bekanntmachungen großer Unternehmen, mit der neuen Technologie, die unter anderem unter Bitcoin liegt, experimentieren zu wollen. Nun hat mit Forbes ein weiterer großer Player sein Interesse an dezentralisierten Lösungen – hier für den Journalismus – bekundet. Durch die Zusammenarbeit mit der Civil Media Company erhofft sich Forbes unter anderem neue Erkenntnisse darüber, wie die Blockchain-Technologie dabei helfen kann, das Vertrauen d

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Seoul soll Smart City und Blockchain-Hub werden

Der Bürgermeister von Seoul, Park Won-soon, hat am 3. Oktober während einer Rede seinen Fünfjahresplan in Zürich vorgestellt. Laut des „Blockchain-Stadtplans für 2018 bis 2022“ sollen 123,3 Milliarden koreanische Won investiert werden, um die südkoreanische Hauptstadt zu einer Smart City zu machen, die von der Blockchain-Technologie angetrieben wird. Damit hat Park sein Wahlversprechen bezüglich der Förderung der DLT eingelöst.Park Won-soon wurde 2011 erstmals als unabhängiger Kandidat zum Bürgermeister von Seoul gewählt. Im Juni dieses Jahres trat er als Kandidat der Neuen Politischen Allianz für Demokratie seine insgesamt dr

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IBM & PIL testen Blockchain-Frachtbriefe

Singapurs führender Container-Reeder Pacific International Lines (PIL) will mit Unterstützung des Software-Riesen IBM Blockchain-Frachtbriefe in seinen Lieferketten testen. Damit will das neuntgrößte Container-Unternehmen der Welt seine globalen Lieferungen sicherer machen und vor Betrug schützen. Nach ähnlichen Testläufen von Branchenkonkurrenten Maersk und OOCL ist dies bereits der dritte Blockchain-Vorstoß  im Containergeschäft in diesem Jahr. Quittungen, Handelsauflagen, Transportvorschriften – in kaum einer Branche scheint der Verwaltungsaufwand so hoch wie im internationalen Container-Schiffsverkehr.Dem will Singapurs führender Container-Reeder PIL nun mithilfe von Distributed-Ledger-Technologie (DLT) begegnen. Wie es in dessen jüngster Pressemitteilung heißt, hat das Unternehmen hierfür g

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Welthandelsorganisation: Die Blockchain kommt

Die Welthandelsorganisation sieht die Blockchain als eine der Technologien, welche die Zukunft des Welthandels mitprägen werden. In ihrem Report vom 3. Oktober beleuchtet die WTO die Chancen und Risiken der Digitalisierung für den globalen Handel.Die Spatzen, die eine digitale Zukunft von den Dächern pfiffen, sind längst dem Alterstod erlegen. Mittlerweile bezweifelt wohl kaum noch einer, dass die Digitalisierung praktisch alle Bereiche einer („entwickelten“) Gesellschaft durchzieht wie Fettadern das Wagyu-Steak. Auch für den Welthandel bergen die neuen digitalen Technologien ein enormes Potenzial – im Guten wie im Schlechten. Auf diesem Potenzial lag das Hauptaugenmerk der World Trade Organisation WTO bei der Erstellung ihres World Trade Reports 2018.Die großen Vier – Blockchain inklusiveDabei hat die WTO vier Technologien ausgemacht, die laut ihrer Studie den größten Einfluss auf das weltweite Handelsgeschehen nehmen könnten. Neben dem Internet der Dinge (IoT), Künstlicher Intelligenz (AI) und 3D-Druckern gehört zu diesen auch die Distributed-Ledger-Technologie (DLT), vertreten durch die Blockchain.„Das Internet der Dinge (IoT), künstliche Intelligenz (KI), 3D-Druck und Blockchain haben das Potenzial, die Art und Weise, wie wir handeln, wer handelt und was gehandelt wird, grundlegend zu verändern.  Die weite Verbreitung der digitalen Technologien verändert die Zusammensetzung des Handels mit verschiedenen Dienstleistungen und Waren und definiert die Rechte des geistigen Eigentums im Handel neu.“Die WTO betont, unter dem Begriff „Blockchain“ alle Distributed-Ledger-Technologien zusammenzufassen. Damit passt sie sich dem allgemeinen Sprachgebrauch an, der auch andere DLTs, wie beispielsweise das Tangle von IOTA, als Blockchain bezeichnet – was technisch allerdings nicht ganz korrekt ist. Dabei preist die WTO das…

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Gemeinsam stärker: Hyperledger verbrüdert sich mit Enterprise Ethereum Alliance

Von wegen Konkurrenz: Mit Hyperledger und der Enterprise Ethereum Alliance haben die beiden größten Blockchain-Konsortien nun ihre Zusammenarbeit verkündet. Diese soll dabei auf Open-Source-Basis und plattformübergreifend erfolgen. Am 1. Oktober haben sich zwei Giganten der Blockchain-Forschung die Hand gereicht. Hyperledger und die Enterprise Ethereum Aliiance (EEA) streben eine engere Zusammenarbeit an. Hyperledger und die EEA sind Organisationen, die sich vor allem der Entwicklung branchenübergreifender Blockchain- und DLT-Lösungen für Unternehmen verschrieben haben. Die beiden Blockchain-Konsortien wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten

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