Die Lage am Mittwoch: Bitcoin – der neue Stable Coin?

Diese Überschrift ist natürlich augenzwinkernd gemeint – die Unabhängigkeit Bitcoins steht nicht auf dem Spiel. Allerdings hat sich der Bitcoin-Kurs in der vergangenen Woche tatsächlich stabiler zum US-Dollar verhalten als die selbsternannte US-Dollar-Abbildung Tether. Überhaupt zeigt sich der Bitcoin – im Vergleich zu diversen Altcoins – zunehmend schwankungsresistent. Was aus Investorensicht langweilig klingen mag, könnte für die langfristige Adaption jedoch Vorteile bieten. Die Lage am Mittwoch.Ein 24-Stunden-Minus von einem halben Prozent, ein Wochen-Minus von 0,2 Prozent – diese Kennzahlen beschreiben nicht etwa den „stabilen“ Stable Coin Tether (USDT), sondern den Branchenprimus Bitcoin. Die Tether-Daten für denselben Zeitraum liegen bei einem 24-Stunden-Plus von 1,5 Prozent, das jedoch das Wochen-Minus von 1,7 Prozent nicht wettmachen kann. Verrückte Zeiten könnte man meinen – doch nicht nur das Chaos um Tether und Bitfinex spielt in diese Rechnung hinein. Auch die bemerkenswerte Stabilität, die Bitcoin zuletzt an den Tag gelegt hat, trägt ihren Teil dazu bei.Bitfinex und der instabile Stable CoinDie Exchange Bitfinex gibt im Moment gar keine

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Kreditkarte statt Bitcoin: Was meint Jimmy Song?

Bitcoin-Developer Jimmy Song sorgte in der vergangenen Woche mit einem Tweet für reichlich Verwirrung in der Bitcoin-Community und darüber hinaus. So schlug er vor, Bitcoin-Transaktionen über den Umweg Kreditkarte abzuwickeln, weil dies praktikabler wäre. Entspricht das noch der Grundvorstellung von Bitcoin als Peer-to-Peer-Geld?Anstatt die globale Krypto-Adaption weiter zu pushen, indem er Bitcoin-Transaktionen ermutigt, ruderte Bitcoin-Developer Jimmy Song mit einem Tweet in die entgegengesetzte Richtung. So schlug Song vor, wieder verstärkt auf Zahlungen mit Fiatgeld zu setzen – genauer gesagt auf die Nutzung von Kreditkarten.„Wenn ihr Bitcoin als Zahlungsmittel nutzen wollt, habe ich hier für euch eine Strategie, die sinnvoller und bequemer ist, als viele einzelne On-Chain-Transaktionen zu tätigen:Tätigt die Zahlungen mit eurer KreditkarteZahlt die anschließende Gesamtrechnung, indem ihr den entsprechenden Anteil eurer Bitcoins verkauft.“If you want to use Bitcoin as a method of payment, this strategy is more rational and convenient than doing lots of on-chain tx’s:1. Spend with your credit card with no debt on it.2. When your credit card bill comes, sell just enough bitcoin to pay the bill.— Jimmy Song (송재준) (@jimmysong) October 8, 2018Fiat: Besser für Transaktionen geeignet?Viele Leser mögen sich jetzt verwundert die Augen reiben: Schreibt Jimmy Song, einer der wichtigsten Gesichter des Bitcoin-Ökosystems, gerade wirklich, dass sich Fiat besser für Tran

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Bitcoin: Bald so volatil wie der Euro?

Bitcoin ist viel zu volatil. Die Schwankungen machen Bitcoin als Währung vollkommen unbrauchbar. Bestenfalls der tot-inflationierte venezolanische Bolivar weist eine höhere Schwankungsbreite gegenüber dem US-Dollar auf als Bitcoin. So oder so ähnlich schallt es aus den vermeintlichen Expertenstuben oder Stammtischen. Populäre Allgemeinplätze, die, wenn man auf die Zahlen blickt, falsch sind. Warum Bitcoin mehr denn je als Währung geeignet ist.Wirft man einen Blick auf den Volatilitätstrend von Bitcoin, dann fällt eines auf: Die Kursschwankungen gegenüber dem US-Dollar nehmen seit Monaten ab. So liegt die durchschnittliche 30-Tagesvolatilität bei aktuell rund 1,5 Prozent und auf 60-Tages-Basis bei rund 2,2 Prozent.Noch deutlicher wird der Trend, wenn man sich den Jahresverlauf anschaut. Von einer sehr hohen Volatilität – bedingt durch die Wahnsinns-Rallye Ende letzten Jahres und anschließendem Crash – von über sieben Prozent im 30-Tagestrend, konnte sich Bitcoin von einer nicht zu bändigenden zu einer stabilen Währung entwickeln. Die gegenwärtigen Schwankungen der letzten Monate können nämlich problemlos mit regulierten Anlageklassen und sogar Fiatwährungen mithalten.Die Bitcoin-Volatilität im Vergleich Die Musterknaben in puncto geringer Volatilität sind Fiat

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Blockchain & Brexit? – Kritik an UK-Finanzminister Hammond greift zu kurz

Der Finanzminister des Vereinten Königreichs, Phillip Hammond, schlägt in dieser Woche den Einsatz von Blockchain-Technologie für das Management der drohenden irischen Binnengrenze vor. Während entsprechende Vorschläge für die Verwaltung von Zoll- und Grenzkontrollen seit Längerem im Raum schweben, erntete er dafür herbe Kritik – zu Recht? Den Einsatz von Blockchain-Technologien grundsätzlich abzuwinken, ist der falsche Weg, denn die wirklichen Herausforderungen stehen erst ins Haus: Die Brexit-Verhandlungen brodeln – ein harter Brexit droht am Horizont. Noch sechs Monate, dann wird das wohl größte, politische Schreckgespenst der europäischen Nachkriegsgeschichte seine Gestalt verraten. Nachdem die Briten im Juni 2016 ihr Schicksal selbst in der Hand hatten, steht im März 2019 der Austritt des Vereinten Königreiches aus der europäischen Union an. Welche Form, ob harter oder weicher Brexit, ob mit oder ohne Zugang zum Binnenmarkt, wird hinter den Kulissen noch heiß diskutiert. Vor allem brodelt es bei der Frage, wie die Binnengrenze in Irland künftig gehandhabt werden solle.Noch können sich Iren und Nordiren frei bewegen. Die Regierung in London strebt jedoch einen Austritt aus der Zollunion an, um künftig eigene Handelsabkommen schließen zu können. Die unpopuläre Folge: Grenzkontrollen zwischen Irland und der UK-Exklave im Norden.Die britische Regierung versucht nun ihr Tunlichstes, diese zu umgehen, oder zumindest so reibungslos wie möglich zu machen. Grenzanlagen will man partout vermeiden.Hammond: Blockchain ist „offensichtlichstes Lösung“ für GrenzdisputAuf dem Parteitag der Konservativen Tories hat UK-Finanzminister Phillip Hammond nun Anfang der Woche vorgeschlagen, die aufkommenden Probleme möglicher Binnenzölle auf der grünen Insel mit der wohl zeitgenöss

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Der Wunsch nach Sicherheit: Die Krypto-Spießer kommen

Die Erwartungshaltungen Ende 2017 und im Herbst 2018 könnten nicht unterschiedlicher sein. Übersendeten Krypto-Investoren Ende 2017 ihre Bitcoins und Ether in Erwartung einer Ver-x-fachung geradezu blind auf zwielichtige ICO-Seiten, so wird heute dem Start regulierter Börsen und Finanzprodukte sehnlichst entgegen gefiebert.Die zahlreichen Scams und Börsen-Hacks sowie das Fehlen von ICO-Erfolgsstories haben die geschassten Krypto-Investoren in die Arme des traditionellen Finanzsektors getrieben. Lieber den Bitcoin auf der Bank als den neuen Hyper-Supa-Dupa-Coin auf der eigenen Hardware-Wallet. Anstatt dem Narrativ der Dezentralität und dem inhärenten Versprechen „Cut out the Middleman“ zu folgen, forciert man die Re-Zentralisierung des Krypto-Marktes. Dem Krypto-Idealisten oder Anarchisten mag das die Tränen in die Augen treiben – zentral, dezentral, scheißegal. Den Unternehmen und Finanzdienstleistern ist klar geworden: Um die eigene Kontrolle und finanzielle Autonomie geht es nur den wenigsten Kryp

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Blockchain & Brexit? – UK-Finanzminister Hammond erntet Kritik für Blockchain-Grenzen

Der Finanzminister des Vereinten Königreichs, Phillip Hammond, schlägt in dieser Woche den Einsatz von Blockchain-Technologie für das Management der drohenden irischen Binnengrenze vor. Während entsprechende Vorschläge für die Verwaltung von Zoll- und Grenzkontrollen seit Längerem im Raum schweben, erntete er dafür herbe Kritik – zu Recht? Den Einsatz von Blockchain-Technologien grundsätzlich abzuwinken, ist der falsche Weg, denn die wirklichen Herausforderungen stehen erst ins Haus: Die Brexit-Verhandlungen brodeln – ein harter Brexit droht am Horizont. Noch sechs Monate, dann wird das wohl größte, politische Schreckgespenst der europäischen Nachkriegsgeschichte seine Gestalt verraten. Nachdem die Briten im Juni 2016 ihr Schicksal selbst in der Hand hatten, steht im März 2019 der Austritt des Vereinten Königreiches aus der europäischen Union an. Welche Form, ob harter oder weicher Brexit, ob mit oder ohne Zugang zum Binnenmarkt, wird hinter den Kulissen noch heiß diskutiert. Vor allem brodelt es bei der Frage, wie die Binnengrenze in Irland künftig gehandhabt werden solle.Noch können sich Iren und Nordiren frei bewegen. Die Regierung in London strebt jedoch einen Austritt aus der Zollunion an, um künftig eigene Handelsabkommen schließen zu können. Die unpopuläre Folge: Grenzkontrollen zwischen Irland und der UK-Exklave im Norden.Die britische Regierung versucht nun ihr Tunlichstes, diese zu umgehen, oder zumindest so reibungslos wie möglich zu machen. Grenzanlagen will man partout vermeiden.Hammond: Blockchain als „offensichtlichstes Mittel“Auf dem Parteitag der Konservativen Tories hat UK-Finanzminister Phillip Hammond nun Anfang der Woche vorgeschlagen, die aufkommenden Probleme möglicher Binnenzölle auf der grünen Insel mit der wohl zeitgenössisch

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Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken

Bitcoin war angetreten, um etwas Aufwind in das verstaubte Finanzsystem zu bringen. Dafür war jenes mehr als bereit: Die Pleite der Lehman Brothers, Misstrauen in das Bankensystem und das Platzen der Immobilienblase war der ideale Nährboden für eine dezentrale Kryptowährung. Nun, knapp neun Jahre später, sieht die Lage wieder etwas anders aus. Von Bitcoin, Banken und der Suche nach Dezentralisierung.Es scheint, als ob derzeit überall Brücken gebaut werden. Sie alle sind dem Versuch geschuldet, das so oft als „traditionell“ bezeichnete Finanzysystem mit jenem „neuen“ Krypto-Ökosystem zu verkuppeln. Da verbindet sich der Gedanke der Dezentralität mit der Idee einer zentralen Steuerung von Währungen und findet nicht so recht zusammen. Die Lage am Mittwoch.Die neuen Bitcoin-BrückenBitwala sorgte in der vergangenen Woche für Wirbel in der Krypto-Community. Mit ihrer Bitwala Card und dem dazugehörigen Bankkonto konnten sie zum Launch ihrer Aktion 30.000 Kunden in der Voranmeldung überzeugen. Diese können ihr Konto folglich nutzen, um zwischen Kryptowährungen und Fiatwä

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Kryptobörsen am Abgrund: So werden Trader abgezogen und der Bitcoin-Kurs manipuliert

In der Vergangenheit wurde viel über Hacks und IT-Schwachstellen bei Kryptobörsen berichtet. Es ist kein Geheimwissen, dass Manipulation und Betrug an Kryptobörsen hoch im Kurs stehen. Es fällt schwer, den Kursbewegungen zu trauen, denn der Verdacht, dass Insidertrades das Auf und Ab kontrollieren, hält sich hartnäckig. Und das zu Recht.Erst kürzlich haben wir von einem Gespräch zwischen zwei Insidern berichtet, die sich über die offenbar massive Kursmanipulation an der Kryptobörse BitMex unterhalten haben. Da inzwischen auch Short-Positionen möglich sind, also auch auf fallende Kurse gewettet werden kann, ist der Anreiz, die Kurse zu manipulieren noch größer. Zudem ist es mit Hilfe von Hebeln bis zum 50-Fachen des eingesetzten Kapitals noch günstiger geworden. Wenn dann noch die „großen Wall-Street-Jungs“ in den Markt drängen, können sie den kleinen und unregulierten Kryptomarkt leicht manipulieren.So läuft die Börsenmanipulation abKonkret sollen einige Akteure es geschafft haben, sich einen technischen Informationsvorteil zu programmieren. Dieser Informationsvorsprung ermöglicht es ihnen, zu sehen, zu welchem Zeitpunkt Marktteilnehmer Orderaufträge setzten. Dadurch können sie unter anderem herausfinden, an welchen Marken wichtige Stop

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Die Lage am Mittwoch: Was würde Satoshi sagen?

Die Bitcoin-Nachrichtenlage ist derzeit vor allem von zwei Themen bestimmt: Manipulation und Regulierung. Ob der Bitcoin-Kurs und der angebliche Stable Coin Tether nur Ergebnis und Werkzeug von Wall-Street-Walen sind, daran scheiden sich momentan die Geister. Auf der anderen Seite sind es Regierungen, die versuchen, einigermaßen einheitliche Regelwerke zu schaffen – und sich damit bisweilen schwer tun. Da fragt man sich: Was würde wohl Satoshi Nakamoto sagen? Die Lage am Mittwoch.Der Bitcoin-Kurs hängt nach wie vor in den Pranken der Bären fest. Die Stimmung an den Märkten war sicher auch schon besser – und das darf einen streng genommen nicht verwundern. Da gibt es nach wie vor jene Stable Coins, die ihrem Namen nach Stabilität in das Ökosystem bringen wollen. Und obwohl erst kürzlich ein Bericht veröffentlicht wurde, der genau das widerlegen soll, schwelt der Manipulationsverdacht nach wie vor im Raum. Und es geht noch weiter: Wie Anthony Pompliano und Travis Kling eindrücklich dargelegt haben, gibt es in diesem Zusammenhang offenbar noch Wall-Street-Wale, die versuchen, sich das Bitcoin-Ökosystem einzuverleiben.Kühle Köpfe in heißen ZeitenVon unlauteren Methoden ist die Rede, durch die jen

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XRP-Kurs mit über 60 Prozent Wochenplus – Wie gerechtfertigt ist die Kursexplosion des Ripple Coin?

XRP, der Token des Unternehmens Ripple, konnte diese Woche massiv anziehen – der XRP-Kurs kletterte dabei in nur einer Woche um über 60 Prozent. Einer der Haupttreiber hinter diesen Kurssprüngen ist die Ankündigung, dass der Token XRP erstmals innerhalb eines Zahlungsnetzwerkes wirklich zum Einsatz kommen soll. Bislang wurde in der kommerziellen Praxis nur die Infrastruktur der Firma Ripple genutzt, ohne dass XRP dabei Verwendung fand.Ursprünglich ist das Unternehmen Ripple angetreten, um die Vormachtstellung des Transaktionsabwicklungsstandards SWIFT anzugreifen. Nach 45 Jahren Quasi-Monopol gibt es gute Gründe, den in die Jahre gekommenen Abwicklungsstandard SWIFT durch ein neues, schnelleres, günstigeres und – im Idealfall – auch noch dezentraleres System zu ersetzen. Doch wie dezentral ist der Bankencoin überhaupt? Welche Rolle kann hier die Kryptowährung XRP spielen? Und wie stehen die Chancen, SWIFT ernsthaft Konkurrenz zu machen?Das Ripple-Protokoll ist grundsätzlich Open Source und kann auch ohne das Unternehmen Ripple betrieben werden. In der Praxis handelt es sich jedoch um einen ziemlich zentralisierten Service, der losgelöst von der unternehmenseigenen Währung XRP von einzelnen Banken in Anspruch genommen wird. So nutzen über 120 Banken die Ripple-Infrastruktur xCurrent, um Transaktionen zu beschleunigen – ganz ohne XRP-Token.Token Economy mit xR

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