Kommentar › Kredit-suchen.net - Das etwas andere Portal um das Thema Geld

Chaos in Venezuela: Kann der Petro und der „souveräne“ Bolivar die Wirtschaft retten?

In der vergangenen Woche kündigte Venezuelas Präsident Maduro eine Währungsumstellung an, die den Bolivar entlasten und den Petro aufwerten soll. Im Vorfeld des Inkrafttretens stürzt der Bolivar jedoch weiter in den Keller, während die Unsicherheit innerhalb der Volkswirtschaft steigt. Ist die Reform der Geldpolitik in Venezuela bereits jetzt gescheitert?Wie BTC-ECHO am 17. August berichtete, kündigte Nicolas Maduro an, die Rolle des Petro innerhalb der venezolanischen Volkswirtschaft aufzuwerten. So soll die Kryptowährung den Rang einer offiziellen Landeswährung haben und eine offizielle Rechnungseinheit darstellen. Diese soll fest an den Ölpreis gekoppelt sein. Auch den Bolivar will er modernisieren, indem er fünf Nullen auf den Scheinen streichen lässt und unter dem Namen

Weiterlesen

Bärenmarkt: Warum es gerade jetzt mehr Bitcoin-Nutzer als Bitcoin-Spekulanten braucht

Der aktuelle Bärenmarkt dominiert den öffentlichen Diskurs. Es wird darüber debattiert wie lange noch das Sommerloch andauern mag, wann Bitcoin-ETFs von der US-Wertpapieraufsicht genehmigt werden und welche Kryptobörsen gerade gehackt worden sind. Die großen Narrative wie “Be your own Bank”, “Banking the Unbanked” oder “Peer-to-Peer-Payments” rücken in den Hintergrund, in die Hinterzimmer einiger Nerds – Schade! Gerade im Bärenmarkt ist es wichtig, den Blick vom Kryptoportfolio wegzubewegen und zu schauen, wofür die Krypto-Ökonomie eigentlich gut ist, worin ihre fundamentale Stärke liegt. Auch für diejenigen, die primär aus Investmentgründen im Kryptosektor unterwegs sind, lohnt sich dieser Blick. Vor lauter Markttreiben werden die Kernkompetenzen der Ökonomie unter den

Weiterlesen

Braucht Bitcoin Satoshi Nakamoto?

Eine Initiative plant, Satoshi Nakamoto zu finden. Ein Kopfgeld in Höhe von über 70.000 US-Dollar ist auf den Bitcoin-Gründer ausgesetzt. Doch ist die Identität Nakamotos wirklich wichtig?Ein Kommentar von Dr. Philipp Giese„… as Satoshi intended.“, „Der Vision des Bitcoin-Erfinders entsprechend …“, „Was würde Nakamoto dazu sagen?“ – Diese und andere Fragen geistern bisweilen durch die Community. In wirklichen Streitfällen wie Bitcoin vs Bitcoin Cash nimmt die letzte Frage schon fast religiöse Dimensionen an, die nur noch von absurden Äußerungen der Form „Satoshi Nakamoto ist eine künstliche Intelligenz“ oder „Satoshi Nakamoto ist eine zeitreisende Person“ noch übertroffen wird.Am anderen Ende des Spektrums stehen Befürchtungen hinsichtlich einer NSA-Zugehörigkeit von Satoshi, dass er für sich eine Backdoor ins Protokoll baute oder als einer der biggest whales den Bitcoin-Kurs in der Hand hat.Von di

Weiterlesen

Bitcoin-Kurs auf Talfahrt – Warum Ruhe bewahren jetzt wichtig ist

In der Nacht vom 14. auf den 15. August ist der Bitcoin-Kurs unter die 6.000 US-Dollar gefallen. Damit wird erneut der durch das Minimum von Mitte Juni getestet. Doch von „Game Over“ zu sprechen ist, mal wieder, absurd. Ein Kommentar von Philipp GieseMal wieder ist der Bitcoin-Kurs auf unter 6.000 US-Dollar gefallen. Der virtuelle Blätterwald ist voll von Erklärungsansätzen (AML-Regeln in Japan sollen strenger geworden sein) und FUD (Kurssturz unter wichtigen Support ist mit Ende Bitcoins gleichzusetzen).Darauf antworte ich mit vier Zahlen: 80, 72, 80, 69. Nein, das ist keine krude Coverversion auf 54, 74, 90, 2006 von Sportfreunde Stiller, sondern die Kursverluste 2011, 2013, 2014 und 2018 in Prozent – jeweils vom damaligen Allzeithoch betrachtet. Bis auf den Kursverlust von 2013 ist der aktuelle immer noch deutlich kleiner als das, was Bitcoin schon die anderen Male

Weiterlesen

Savedroid – Ein PR-Debakel ist nicht das Ende

Im April haben Savedroid im Rahmen eines PR-Stunts vorgegeben, die Investoren betrogen zu haben. Der PR-Stunt sollte auf die Risiken bei ICO-Investments hinweisen, hat jedoch dem Ansehen des Unternehmens nachhaltig geschadet. Was hat sich seitdem bei Savedroid getan? Aaand its gone! Diese drei Worte erschütterten Mitte April die Kryptoszene. Am 18. April verschwand das Unternehmen Savedroid von der Bildfläche, ein Foto von Yassin Hankir, dem CEO von Savedroid aus Ägypten und ein South-Park-Bild mit der Aufschrift “and its gone” ließen Vermutungen um einen Exit-Scam aufkommen.Am 19. April trat Savedroid wieder an die Öffentlichkeit, sagte, dass es sich um einen PR-Stunt handelte, mit dem man potenzielle Investoren ob der Risiken, die mit ICO-Investments zusammenhängen, sensibilisieren wollte. Auch wenn dieser Ansatz vollkommen nachvollziehbar ist, kam die Aktion extrem negativ an. Die ersten öffentlichen Aussagen von Yassin Hankir, in denen diese Aktion noch verteidigt wurde, bestätigten das negative Bild.Lessons learned für Safedroid und AnlegerIn der Zeit danach bemühte sich das Unternehmen um Schadensbegrenzung, war jedoch vielen – erstmal auch BTC-

Weiterlesen

Stress ohne Grund: Wie JPMorgan-CEO Jamie Dimon an der Glaubwürdigkeit seiner Bank sägt

Diese Woche gab es seit längerem mal wieder kryptoskeptische Aussagen von JPMorgan-CEO Jamie Dimon, einem der bekanntesten Bitcoin-Gegner. In der Vergangenheit hatte Jamie Dimon, gemeinsam mit anderen Größen aus dem Finanzsektor, gegen Bitcoin geschossen. In den letzten Monaten ist es allerdings, trotz eines schwachen Kryptomarkts oder vielleicht auch gerade deswegen, ruhiger geworden in Sachen Kritik gegenüber Kryptowährungen. Auch wenn sich inzwischen alle größeren Behörden, Konzerne und Finanzvorstände ernsthaft mit Bitcoin auseinandersetzen, hält das Dimon nicht davon ab krude Argumente gegenüber Bitcoin ins Feld zu führen. Doch es soll nicht darum gehen Jamie Dimon als Person ins Lächerliche zu ziehen, sondern vielmehr die Aussagekraft in den Kontext der Geschäftstätigkeit seiner Bank zu rücken. Trotz des sich immer noch haltenden Credos im Bankensektor „Blockchain hui, Bitcoin pfui“ hat sich inzwischen doch einiges in Sachen Krypto-Offenheit getan. Dadurch, dass immer mehr Banken aktiv das Kryptowährungsgeschäft in ihr Dienstleistungsspektrum miteinbinden, befindet sich die Bitcoin-Kritik auch im konservativen Bankwesen auf dem Rückzug. Umso stärker fällt Jamie Dimon mit seinen Aussagen zu Bitcoin aus dem Rahmen. So beteuerte er auf der Ga

Weiterlesen

Warum die ETF-Debatte überhitzt und die SEC dem Bitcoin wohlgesonnen ist

In den letzten Wochen hat die Debatte über eine mögliche Bitcoin-ETF-Zulassung bzw. deren Entscheidungstermin zu hitzigen Diskussionen geführt. Der ausgetrocknete Krypto-Markt durstet nach neuer Liquidität, die eine ETF-Zulassung seitens der US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC mit sich bringen würde. Verspricht ein Bitcoin-ETF für Krypto-Investoren eine neue Rally, sehen hingegen Personen, die sich der Technologie widmen und gegen einen regulierten Krypto-Markt sind, darin eine Fehlentwicklung.Wenn man in den letzten Wochen von Bitcoin in den Nicht-Krypto-Medien gehört hat, dann ging es vor allem um Bitcoin-ETF-Anträge, die von mehreren Finanzmarktakteuren an die US-Wertpapieraufsicht SEC gestellt worden sind. Bislang wurden alle Anträge bezüglich eines börsengehandelten Indexfonds von der Behörde abgelehnt. Die Hoffnung, dass es bei den nächsten Entscheidungsterminen in den nächsten Wochen klappen könnte, unterstützt nicht nur den Bitcoin-Kurs, sondern weckt auch die eingeschlafene Gier vieler Krypto-Anleger und solcher, die es noch werden möchten.Ethereum-Kopf Vitalik Buterin stänkert gegen Krypto-ETFsEntgegen den kurzfristigen p

Weiterlesen

Fintechs und Blockchain-Start-ups: Konkurrenz oder Koexistenz?

Es ist noch gar nicht so lange her, als es hieß, dass die Fintechs den Banken und traditionellen Finanzdienstleistern das Leben schwer machen werden. Die Digitalisierung des Finanzsektors drängt sich auf, herrscht doch ein offensichtlicher Innovationsstau, wenn man sich die Entwicklung der Bankhäuser anschaut. Doch was passiert mit den Nicht-Blockchain-Fintechs, wenn Kryptofinanzdienstleister das Parkett stürmen?Gefangen in alten Strukturen und einem regulatorischen Korsett, das nicht gerade innovationsfördernd ist, ist es geradezu einladend, bequem und konservativ zu sein und alles beim Alten zu belassen. Bis zur Finanzkrise 2008 war dieses Credo tonangebend und selbst zehn Jahre danach hat sich oft nicht viel getan. Was sich jedoch sehr wohl verändert hat, ist der Margendruck und die Erkenntnis, dass man so wie bisher nicht auf Dauer überleben kann. Einige Fintechs, die vor fünf bis zehn Jahren angefangen haben, erklären den Banken heute, wie der Hase läuft. Die Banker drücken die Schulbank und lassen sich von Digitalbotschaftern unterrichten, wie Finanzlösungen heutzutage aussehen sollten.Die Disruption durch Fintechs hat bereits stattgefunden. Die unliebsame Regulierung und hohen Lizenzanforderungen sind für die „Alten“ inzwischen zur rettenden Bastion geworden, die Zeit verschafft und die jungen Wilden zurückhält.Viel Zeit

Weiterlesen

M&A im Kryptosektor – beginnt bald der große Übernahmepoker?

M&A im Kryptosektor – beginnt bald der große Übernahmepoker?Neben zahlreichen Kooperationen, die jede Woche zwischen Blockchain-Start-ups, Banken, Konzernen und IT-Dienstleistern abgeschlossen werden, nimmt langsam auch das Geschäft mit den Übernahmen Fahrt auf. Handelt es sich hierbei um einzelne Strohfeuer oder um einen generellen Trend, der die Kryptoszene ergreift?Besonders ins Blickfeld ist die größte amerikanische Kryptobörse Coinbase gerückt, die sich vor Kurzem gleich drei Finanzdienstleister einverleibt hat. So übernimmt die Kryptobörse Keystone Capital, Venovate Marketplace und Digital Wealth. Coinbase erhält mit der Übernahme der Gesellschaften auch Lizenzen als Broker, Anbieter von alternativen Handelssystemen (Over-The-Counter-Trading) und als Investmentberater. Insbesondere die Berechtigung zum Betreiben von alternativen Handelssystemen erleichtert Coinbase den Aufbau eines Handelsplatzes für Security Token. Ähnlich verhält es sich mit der Meldung, dass die Litecoin Foundation 9,9 Prozent an der WEG Bank AG erworben hat – die Motive dürften ähnlich gelagert sein.Die Frage

Weiterlesen

Sparkassen schalten den Turbo ein – Echtzeitüberweisungen zeigen Stärke zentraler Abwicklungssysteme

Sparkassen schalten den Turbo ein – Echtzeitüberweisungen zeigen Stärke zentraler AbwicklungssystemeSeit dem 10. Juni haben fast alle Sparkassenkunden die Möglichkeit, Echtzeitüberweisungen vorzunehmen. So werden Transaktionen innerhalb von maximal zehn Sekunden verarbeitet – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Kunden können Beträge von bis zu 15.000 Euro versenden, sofern das Bankinstitut des Empfängers Echtzeitzahlungen unterstützt – die Gebühr beträgt je nach Bank und Kontomodell zwischen die 20 und 50 Cent. Doch was hat dieses Angebot der Sparkassen mit Blockchain zu tun?Würden wir über ein dezentrales Abwicklungssystem auf Blockchainbasis sprechen, dann würde sehr schnell der Begriff Skalierung fallen und die Frage, ob auch ausreichend Transaktionen in kurzer Zeit verarbeitet werden k

Weiterlesen